Weinreisen: "Unbekanntes Argentinien"




Buenos Aires, Mendoza, Catamarca, Salta, Jujuy & die Iguazú-Fälle

Für Weinliebhaber und Kulturinteressierte

1. Tag (Samstag): Abflug  am späten Nachmittag




2. Tag (Sonntag): Ankunft in der Früh in Buenos Aires, Transfer zum Hotel. Nach einer kurzen Ruhepause starten wir zur ersten Stadtführung. Wir besichtigen den Hauptplatz Plaza de Mayo und schlendern über die Prachtallee Avenida de Mayo. Jeden Sonntag verwandelt sich das Altstadtviertel San Telmo in einen quirligen Antiquitäten- bzw. Kunsthandwerkmarkt sowie eine Freiluftbühne für Gaukler, Musiker, Tänzer und Lebenskünstler. Ausgehend von der lauschigen Plaza Dorrego bummeln wir durch die Stände und lassen uns anstecken von der geschäftigen Stimmung und dem fröhlichen Treiben. Am späten Nachmittag gönnen wir uns einen üppigen 5 o´clock tea im traditionsreichen Hotel Alvear. Übernachtung in Buenos Aires.


3. Tag (Montag): Nach dem Frühstück machen wir uns auf ins schicke Viertel Recoleta, wo ein Besuch auf dem musealen Friedhof nicht fehlen darf. In Puerto Madero, einem aufgewerteten ehemaligen Hafenviertel, geniessen wir den Blick auf die Skyline von Buenos Aires. Der Kontrast danach im so farbenfrohen wie widersprüchlichen Stadtteil La Boca könnte nicht grösser sein. Am Abend tauchen wir ein in die dramatische Welt des Tangos und lassen unsere Sinne verführen von der Musik und dem Tanz, der vor einigen Jahren zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt worden ist. Übernachtung in Buenos Aires.

  

4. Tag (Dienstag): Heute beginnen wir den Tag gemächlich mit einem späten Frühstück, bevor wir uns auf den Weg in den westlichen Vorort Tigre machen. Im gleichnamigen Delta des Paraná erwartet uns ein schweizerisch-argentinisches Ehepaar. In ihrer grünen Oase, die man nur mit dem Boot erreicht, erfahren wir über das Leben im Delta und werden dazu auf´s Feinste bewirtet. Am Nachmittag machen wir einen Ausflug durch das Labyrinth der Flussarme des Deltas, bevor wir auf den scheinbar unendlichen Rio de la Plata gelangen. Per Schiff zurück nach Buenos Aires. Übernachtung in Buenos Aires.

5. Tag (Mittwoch): Nach dem Frühstück werden wir zum Inlandflughafen gebracht. Flug nach Mendoza, Transfer zum Hotel. Nach dem Mittagessen lernen wir Hubert Weber kennen, ein ausgewanderter Schweizer, der seit mehr als 20 Jahren Chefönologe der weltbekannten Bodega Weinert ist. Mit seinem zweiten Standbein - der Distillerie Tapaus bzw. Tierra de Lobos - hat Weber in Argentinien erfolgreich Neuland betreten.  Abendessen im Restaurant 1884 des argentinischen Starkochs Francis Mallmann. Übernachtung in Mendoza.


6. Tag (Donnerstag): Der Tag der Gegensätze: Am Vormittag besuchen wir die Domaine St. Diego, die von Angel Mendoza und seiner Familie in Eigenregie geführt wird. Klein, aber fein und mit einer persönlichen Note ist das Leitthema dieses etablierten Önologen, der sich nach vielen Jahren Arbeit in der grossen Bodega Trapiche seinen Traum der Selbständigkeit verwirklicht hat. Ein Besuch der malerischen Bodega und des Weinberges verdeutlicht, mit wie viel Herzblut Angel Mendoza Wein auf höchstem Niveau keltert. Wir lernen in der Domaine St. Diego nicht nur über Trauben und Wein, sondern erfahren auch ein Stück Lebensphilosophie.
Für das Mittagessen wechseln wir in die neue Bodega Ruca Malen, deren Restaurant 2013 zum weltbesten Weingut-Restaurant gewählt worden ist. Am Nachmittag steht die Bodega Catena Zapata auf dem Programm. Dieser Familienbetrieb gehört zu den grössten Weingütern weltweit. Seit vier Generationen keltern die Catena Zapatas mit viel Know how und Innovationsgeist Wein und exportieren ihre Spitzenprodukte in alle Welt. Übernachtung in Mendoza.

7. Tag (Freitag): Früh am Morgen holt uns der Reisebus im Hotel ab, der uns für den Rest der Reise begleiten wird. Immer dicht am Fuss der Anden und mit überwältigenden Blicken auf die schneebedeckten Gipfel der Kordilleren  folgen wir der legendären Ruta 40 - der längsten Nord-Südverbindung Argentiniens von der bolivianischen Grenze bis nach Südpatagonien. Auf unserem Weg durch die Provinzen Mendoza, San Juan und La Rioja kommen wir abwechselnd durch wüstenhafte Zonen gefolgt von fruchtbaren Oasen. Die Strasse ist fast durchgehend asphaltiert und folgt mehrheitlich der Tallinie zwischen den verschiedenen Bergketten. Der Weg ist das Ziel dieses spektakulären Reisetages. Übernachtung  in Tinogasta.




8. Tag (Samstag): Tinogasta ist nicht nur die Ausgangsstation für die Route der Sechstausender (14 schneebedeckte Vulkane im Grenzgebiet zu Chile), sondern auch das wichtigste Zentrum für Weinbau in der Provinz Catamarca. Wurden früher vor allem Tafeltrauben und Rosinen vermarktet, ist heute eine Neuausrichtung auf die Weinproduktion zu erkennen.  Sandige Böden, trockenes Klima, grosse  jahreszeitliche Temperaturamplituden, intensive Sonneneinstrahlung und der warme Fallwind Zonda, der den höchsten Andengipfel Niederschläge in Form von Schnee und den niederen Lagen glasklare Wasserläufe beschert, stellen ideale Bedingungen für den Weinbau dar. Zwar wurden die Provinzen Catamarca und La Rioja inzwischen von argentinischen Unternehmern entdeckt, von internationalen Investoren sind sie bis jetzt weitgehend unbemerkt geblieben. Nach einem gemütlichen Frühstück besuchen die Bodega Cabernet de los Andes, die im Jahr 2000 von den beiden versierten Weinmachern Pedro Vicien Arizcuren und Carlos Arizú aus Mendoza übernommen und modernisiert wurde. Die neuen Besitzer setzen auf Bioweine und biodynamische Anbaumethoden und haben es in kurzer Zeit geschafft, internationale Anerkennung für ihre Tempranillo- und Malbec-Weine zu gewinnen. Auf dem Weg zurück nach Tinogasta besuchen wir zwei kleine Kirchen aus der Kolonialzeit, die vollständig aus ungebrannten Lehmziegeln hergestellt wurden. Übernachtung in Tinogasta.

9. Tag (Sonntag): Der Reisebus bringt uns zurück auf die Ruta 40. Wir durchqueren eine grosse Depression mit Salzseen und kommen an den wichtigsten Inkaruinen Argentiniens vorbei. Beeindruckend ist einmal mehr die karge Landschaft und die bestens daran angepasste, kleinräumige Landwirtschaft. Olivenhaine, kleine Weinberge für den Hausgebrauch und Nussbäume erfreuen das Auge. Stets präsent ist der Duft von würzigen Kräutern wie der Poleiminze. Schafe, Lamas und Vicuñas liefern die Wolle für die berühmten, von Hand gewebten Textilien Catamarcas. Einige Kilometer vor Cafayate gelangen wir in die Valles Calchaquíes. Diese breiten Hochtäler waren die Wiege für namhafte präkolombische Kulturen, die sich vor allem durch eine hoch entwickelte Keramiktradition auszeichneten. Übernachtung im Hauptort Cafayate inmitten grüner Weinberge.



10. Tag (Montag) Die Region der Valles Calchaquíes hat sich in den letzten Jahren international einen Namen gemacht dank der "vinos de altura" - Weinberge, die auf Höhen zwischen 1500 und 3000 m.ü.M. liegen. Während Cafayate bis vor wenigen Jahren ein Synonym für die Torrontéstraube war, erzielen die lokalen Winzer heutzutage auch exzellente Resultate mit Malbec- und Tannat-Weinen. Wir besuchen das auf 2000 m.ü.M gelegene Weingut San Pedro de Yacochuya, wo uns der Önologe Marcos Etchart von der gleichnamigen Bodega über die entscheidende Zusammenarbeit mit Michel Rolland seit Ende Achtziger Jahre erzählt. Nachmittag zur freien Verfügung im schmucken Dorf Cafayate oder am hoteleigenen Swimming Pool. Übernachtung in Cafayate.


11. Tag (Dienstag): Vorbei an den einzigartigen, bizarren Felsformationen der Quebrada de las Flechas fahren wir weiter auf der Ruta 40 Richtung Norden. Immer wieder erhaschen wir einen Blick auf den Río Calchaquí, dessen Wasser die Grundlage und der Lebensnerv für die bewässerten Felder und Weinberge der Gegend ist. In Angastaco empfängt uns Beatrice Möckli. Als Mitglied des Management-Teams „Bodega y Estancia Colomé“ (Hess Group) war sie bei der Aufbau- und Eröffnungsphase der Estancia Colomé massgeblich beteiligt. Heute bewirtschaftet sie im Nachbartal Pucará ihren eigenen Weinberg nach biodynamischen Anbaumethoden.. Sie versorgt uns mit Hintergrundinformation über die Weingegend, erklärt uns die Mühen und Belohnungen der Winzer und verrät uns nicht zuletzt, wieso es immer mehr ausländische Investoren gibt, die mit viel Herzblut in diesen kargen, aber farbenfrohen Hochtälern ihren eigenen Wein keltern. Übernachtung in einem ehemaligen Gutshof in Molinos.




12. Tag (Mittwoch): Auf einer Naturpiste dringen wir in das Seitental von Colomé ein. Nach vielen Kurven und ausgetrockneten Bachbetten, die durchquert werden müssen, kommen wir nach Tacuil, wo uns Raúl Dávalos empfängt. Dávalos hat vor mehr als zehn Jahren die Bodega Colomé an Donald Hess verkauft und konzentriert sich seither auf seine sehr hoch gelegene Finca Tacuil, wo er nicht nur seine eigenen Trauben zu einem hervorragenden Wein verarbeitet, sondern auch diejenigen von vielen kleinen Winzern aus der Nachbarschaft. Bevor wir in Colomé als krönender Abschluss des Tages das Museum des renommierten Belichtungskünstler James Turrell besuchen, lassen wir es uns nicht nehmen, die Colomé-Weine an ihrem Entstehungsort zu verkosten. Übernachtung in Molinos.



13. Tag (Donnerstag): Wir verlassen Molinos und biegen kurz danach in die Ruta de los Artesanos ein. Auf einigen Kilometern kommen wir immer wieder an Gehöften vorbei, wo Weber im Schatten von Algarrobo-Bäumen ihre Webstühle aufgestellt haben und die naturgefärbte Lama-, Schaf- und Vicuña-Wolle zu wertvollen und dekorativen Ponchos verarbeiten.  Im malerischen Hauptort Cachi rasten wir und haben Zeit und Musse, den gemächlichen Lebensrhythmus, die Mischung aus prähispaner und kolonialer Kultur und die Intensität der Farben auf uns wirken zu lassen.
Weiter geht die Fahrt durch den Nationalpark Los Cardones mit tausenden von Kandelaber-Kakteen und über den Pass Cuesta del Obispo, wo wir mit etwas Glück Kondore in ihrem majestätischen Gleitflug beobachten können. Auf wenigen Kilometern verlieren wir rasch an Höhe und gelangen in das V-Tal Quebrada de Escoipe, wo sich die herbe Schönheit der Valles Calchaquíes langsam in eine dichte, subtropische Vegetation verwandelt. Übernachtung in Salta.

14. Tag (Freitag):. Der heutige Tagesausflug führt uns nach Norden in die einzigartige Quebrada de Humahuaca.  Bevor wir in dieses farbenprächtige V-Tal gelangen, führt die Strasse in unzähligen Kurven durch die üppige Vegetation des Andenostabhanges. Einige Hundert Meter weiter oben, in Purmamarca, besichtigen wir den berühmten Cerro de los siete colores - sieben Farbtöne an einer einzigen Bergflanke, welche die Tektonik an die Oberfläche gebracht hat. Im lebhaften Hauptort Humahuaca erleben wir den Markt, auf dem die frischen Landwirtschaftsprodukte des Tales ebenso wie das typische Kunsthandwerk der Region angeboten werden. Auf dem Rückweg besuchen wir die Kirche von Uquía und bewundern den Bilderzyklus der Erzengel und andere versteckte Kleinode. Zum Abschied bringt die Nachmittagssonne die eindrücklichen Felsformationen von Maimará zum Leuchten. Übernachtung in Salta.



15. Tag (Samstag): Salta ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und die Endstation unserer Reise durch den Nordwesten Argentiniens. Auf einem gemütlichen Rundgang durch die überschaubare, kolonial geprägte Innenstadt besichtigen wir die wichtigsten sakralen und administrativen Bauten, die den Rang Saltas als ehemaliger Knotenpunkt wichtiger Handelsrouten nach Nordchile und Bolivien wiederspiegeln. Auch ein Besuch im Museum für Hochgebirgsarchäologie darf nicht fehlen, wo in einer gut durchdachten und gestalteten Ausstellung die Opfer- und Bestattungsriten der Inkas auf den höchsten Andengipfeln der Region beleuchtet werden. Danach ein letzter Kaffee auf der lauschigen Plaza, bevor wir am späteren Nachmittag zum Flughafen gebracht werden. Flug nach Puerto Iguazú, Transfer zum Hotel. Übernachtung in Puerto Iguazú.

16. Tag (Sonntag): Wir überqueren die Grenze und besuchen den brasilianischen Teil der Wasserfälle. Die Distanz erlaubt eine grandiose Rundsicht auf die vielen grossen und kleinen Fälle, die sich auf einer Breite von rund 2,7 km aneinander reihen. Den Rest des Tages ist dem dolce far niente gewidmet. Der von subtropischer Vegetation umgebene Swimming Pool des Hotels und die sommerlichen Temperaturen laden zum Baden und Verweilen ein. Übernachtung in Puerto Iguazú.



17. Tag (Montag): Heute steht der Besuch des argentinischen Nationalparks auf dem Programm. Auf gut angelegten Wegen und Passarellen tauchen wir ein in die Welt der Wasserfälle, Lianen, Bromelien, Farne, Palmen etc. Mit etwas Glück können wir auch Kapuzineraffen, Tukane, Echsen und Nasenbären beobachten. Mit  einem kleinen Zug erreichen wir den Steg, der uns zur Garganta del Diablo, dem Teufelsschlund, bringt, wo wir hautnah die Gewalt der tosenden Wasserfälle erleben. Übernachtung in Puerto Iguazú.

18. Tag (Dienstag): Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen und Flug nach Buenos Aires, Transfer zum Hotel, Übernachtung in Buenos Aires.

19. Tag (Mittwoch): Vormittag zur freien Verfügung, nach dem Mittag Transfer zum internationalen Flughafen, Rückflug nach Zürich.

 20. Tag (Donnerstag): Ankunft in Zürich Flughafen.



Leistungen:

  • ·      deutschsprachige Führung auf der ganzen Reise
  • ·      Stadtführung in Buenos Aires & Salta
  • ·      Transport im Kleinbus in Buenos Aires, von Mendoza bis Salta & in Iguazú
  • ·      Weindegustation und Führung durch Fachleute in allen erwähnten Bodegas
  • ·      lokaler Führer in Mendoza
  • ·      Unterkunft inkl. Frühstück in Boutique- und Viersternhotels
  • ·      14 Mittagessen & 3 Abendessen inkl. Getränke
  • ·      Tango Show
  • ·      Eintritte & Trinkgelder in Restaurants und Bodegas

Nicht inbegriffen:
  • ·      Transatlantikflug & Inlandflüge
  • ·      persönliche Reiseversicherung
  • ·      persönliche Ausgaben
  • ·      alle nicht ausdrücklich erwähnten Hauptmahlzeiten

Hotels:
  • Buenos Aires: www.casabrigit.com
  • Mendoza: www.fincaadalgisa.com.ar
  • Tinogasta: www.casagrandetour.com
  • Cafayate: www.cafayatewineresort.com
  • Molinos: www.haciendademolinos.com.ar
  • Salta: www.designsuites.com
  • Puerto Iguazú: www.loisuites.com.ar
  • Buenos Aires: www.loisuites.com.ar

Kosten pro Person:             USD 5580 (Basis DZ)  /  USD 6870 (EZ)

Flugpreise:
Zürich - Frankfurt - Buenos Aires retour (mit Lufthansa) & 3 Inlandflüge (mit Aerolíneas Argentinas):
                                    Economy Class:          ab USD 2500
                                    Premium Economy:    ab USD 3550
                                    Business Class:           ab USD 5650

        Es besteht die Möglichkeit, von Iguazú mit Swiss via Sao Paulo auszureisen.

Zürich - London - Buenos Aires retour (mit British Airways) & 3 Inlandflüge (mit Aerolíneas Argentinas):
                                    Economy Class:          ab USD 2550
                                    Premium Economy:    ab USD 2900
                                    Business Class:          ab USD 5700

Teilnehmerzahl:      min. 10 Personen, max. 13 Personen

Reisedaten:             auf Anfrage





*************

Programm- und Preisanpassungen vorbehalten.

*************